Architektur in Jena
Jena ist eine kreisfreie Stadt im Osten von Thüringen, 148 - 385 m über dem Meeresspiegel gelegen und verfügt über ca. 102 500 Einwohner. Die Stadt Jena liegt übrigens im Saaletal zwischen aufragenden Muschelkalkhängen und ist Sitz des Thüringer Oberlandesgerichts sowie Dienststelle des Deutschen Patent- und Markenamts.
Das Stadtbild von Jena
Reste der Stadtbefestigung, unter anderem der Pulverturm (13./14. Jh.) und das Johannistor (1305), sind erhalten, die Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg leider sehr stark zerstört. Wiederhergestellt ist die spätgotische sehenswerte Stadtkirche Sankt Michael (um 1390 - 1556), eine dreischiffige Hallenkirche mit reichem Brautportal an der Südseite und Kanzel aus dem Jahr 1507. Die historische Friedenskirche ist ein Barockbau (1686 - 93). Das spätgotische Rathaus (14. Jh.) wurde um 1755 barock erneuert. Auf dem Markt befindet sich das Standbild (1858) des Kurfürsten Johann Friedrich I. An der Stelle des Schlosses enstand 1905 -1908 ein neues Hauptgebäude für die Universität nach einem Entwurf des Architekten Theodor Fischer. Das Ernst-Abbe-Denkmal ist ein achteckiger, tempelartiger Zentralbau (1909 - 11) von Henry van de Velde. Im hübschen Volkshaus (1901 - 03) von Arwed Roßbach befindet sich die Philharmonie.
Weitere Architektur in Jena
Stadtbildprägend wurde der Komplex der Zeiss-Werke (hervorgegangen aus dem ehemaligen DDR-Kombinat VEB Carl Zeiss JENA), unter anderem mit dem Hauptgebäude von Emil Fahrenkamp aus dem Jahr 1922. Eine der ersten Schalenkonstruktionen ist das Planetarium aus den Jahren 1925/26, ein Projekt von Walther Bauersfeld. Walter Gropius erbaute hier verschiedenen Wohnhäuser (1924 und 1928). Den Einfluss des Bauhauses zeigen darüber hinaus auch das Stadttheater (1921/22, zerstört) sowie die Mensa der Universität (1928 - 30). Im Stadtzentrum entstand das zylinderförmige Universitätshochhaus von Hermann Henselmann (1969 - 72), heute "JenTower" genannt, der natürlich alle Blicke auf sich zieht.
Bildung und Museen in Jena
Neben der renommierten Friedrich-Schiller-Universität mit Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek gibt es Fachhochschulen, drei Max-Planck-Institute und das Frauenhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik. Im Jahr 2008 wurde die begehrte Auszeichnung "Stadt der Wissenschaften" an Jena verliehen. Kulturell sind das Stadtmuseum, die Goethe-, Schiller und Romantiker-Gedenkstätte, das Ernst-Haeckel-Haus (1889 - 1919 Wohnhaus von E. Haeckel), das Phyletische und Optische Museum, das imposante Theaterhaus, die interessante Sternwarte sowie das beachtenswerte Planetarium bedeutsam.